BUND: Verfahren um Tesla muss offen geführt werden

BUND: Verfahren um Tesla muss offen geführt werden

Beim Verfahren um die Ansiedlung des US-amerikanischen Elektrobauers Tesla in Grünheide bei Berlin muss die Genehmigungsbehörde nach Ansicht des Brandenburger Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) auch «Nein» sagen können. «Aber da habe ich meine Bedenken», sagte BUND-Geschäftsführer Axel Kruschat am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik habe sich mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (beide SPD) schon zu positiv geäußert.

Tesla plant Fabrik in Brandenburg

© dpa

In dem riesigen Waldgebiet neben der Autobahn A10 bei Freienbrink plant Tesla den Bau einer Fabrik.

Kruschat forderte, auch Fragen zur kritisierten geplanten Wasserver- und Entsorgung auf dem Werksgelände öffentlich zu erörtern. Derzeit werde ein hydrologisches Gutachten erarbeitet. Das Landesumwelt sei für die Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis zuständig, jedoch ohne öffentliche Beteiligung. «Wir wollen da Gebrauch vom Recht zur Akteneinsicht machen», kündigte er an.
Tesla hatte im Antrag zur Genehmigung des Werkes nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz angegeben, 372 Kubikmeter Wasser pro Stunde zu benötigen, was Anwohner und Naturschützer kritisieren. In einem Gespräch von Tesla mit BUND-Vertretern diese Woche habe das Unternehmen angekündigt, die Menge auf 238 Kubikmeter zu senken, sagte Kruschat. Es gebe Ideen zum effektiveren Einsatz des Wassers.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 25. Januar 2020 11:45 Uhr

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