Hohenzollern wollen «umfassende gütliche Einigung»

Hohenzollern wollen «umfassende gütliche Einigung»

In den Verhandlungen mit der öffentlichen Hand strebt die Familie Hohenzollern eine «umfassende gütliche Einigung» an. «Diese würde Rechts- und Planungssicherheit für alle gewährleisten und die Grundlage für eine dauerhafte und fruchtbare Kooperation bieten», heißt es zu dem Konflikt auf der eigens aktualisierten Internetseite der Nachfahren der letzten Monarchie in Deutschland.

Georg Friedrich Prinz von Preußen

© dpa

Georg Friedrich Prinz von Preußen steht in der Friedenskirche.

Der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg verhandeln seit 2014 mit den Hohenzollern. Ziel ist eine gütliche Einigung über Kunst- und Sammlungsobjekte, die teils als Leihgaben in Schlössern und Museen ausgestellt sind. Die Gespräche sind allerdings aktuell ausgesetzt, nachdem Brandenburg im Sommer einen bis dahin ruhenden Prozess mit den Hohenzollern um nach dem Krieg im Osten enteignete Immobilien wieder aufgenommen hat.
Nach den Worten von Georg Friedrich Prinz von Preußen «handelt es sich bei den Besitztümern meines Hauses um reines Privatvermögen, das sich juristisch nicht von anderen familiären Privatvermögen unterscheidet». Gleichzeitig betont das Familienoberhaupt, die Kunstsammlung werde «zum Wohle der Allgemeinheit umfangreich ausgestellt - sowohl auf der Burg Hohenzollern als auch in guter Kooperation mit der öffentlichen Hand».
Bei den Immobilien geht es nach den Angaben um Ausgleichsleistungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Bei Gegenständen und Kunstschätzen geht es nach Angaben des Bundes zwar um tausende Objekte, aber «letztlich um weniger als 0,1 Prozent des Sammlungsbestandes» der in Brandenburg und Berlin betroffenen Stiftungen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Die Familie Hohenzollern hat aus ihrer Sicht «wiederholt öffentlich deutlich gemacht, dass es ihr im Rahmen einer umfassenden gütlichen Einigung nicht darum geht, solche Ansprüche umfänglich durchzusetzen». Es solle verbindlich sichergestellt werden, wie mit den Objekten umgegangen werde und und wo sie verbleiben sollen.
Die Frage eines Wohnrechts in einigen Immobilien ist aus Sicht der Hohenzollern «keine «Erfindung» der Familie». Dazu habe es Überlegungen und Vorschläge etwa zu DDR-Zeiten sowie in den 90er Jahren von Brandenburg gegeben. Georg Friedrich Prinz von Preußen habe aber «wiederholt öffentlich festgestellt, dass eine umfassende gütliche Einigung an der Frage des Wohnrechts nicht scheitern werde».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 27. Dezember 2019 14:57 Uhr

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