Korruptionsverdacht gegen landeseigenen Entsorger

Korruptionsverdacht gegen landeseigenen Entsorger

Wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung ermittelt die Staatsanwaltschaft Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) gegen einen leitenden Mitarbeiter des landeseigenen Entsorgungsunternehmens MEAB (Märkische Entsorgungsanlagen-Betriebsgesellschaft mbH).

Justitia und Akten

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Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel.

Das bestätigte Oberstaatsanwalt Jürgen Schiermeyer am 12. Dezember 2019 auf Anfrage. Zum selben Verdacht liefen weitere Ermittlungen gegen fünf andere leitende Mitarbeiter von Entsorgungsunternehmen in anderen Bundesländern, die Geschäftsbeziehungen mit der MEAB unterhalten. Darunter sind den Angaben zufolge Firmen in Berlin, Schleswig Holstein und Nordrhein-Westfalen. Zunächst hatte die «Märkische Oderzeitung» (online) darüber berichtet.

Festnahme erfolgte bei einer Schmiergeldübernahme

Laut Staatsanwaltschaft hat der tatverdächtige MEAB-Mitarbeiter Schmiergeldzahlungen erhalten und dafür Aufträge vergeben, die zu überhöhten Preisen abgerechnet worden seien. 130 Polizisten hatten unter Federführung des Landeskriminalamtes Brandenburg am 4. Dezember 15 Objekte in vier Bundesländern durchsucht. Bei einer Schmiergeldübernahme seien zwei Menschen vorläufig festgenommen worden, sagte Schiermeyer weiter. Die Vorsitzende des MEAB-Aufsichtsrats, Jacqueline Tag von der Investitionslandesbank Brandenburg (ILB), bestätigte der «Märkischen Oderzeitung» die Anschuldigungen und teilte der Zeitung mit, dass der leitende Mitarbeiter freigestellt worden sei.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Dezember 2019 15:08 Uhr

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