Aufbruchstimmung in der Lausitz bei Tagung der Kohleregionen

Aufbruchstimmung in der Lausitz bei Tagung der Kohleregionen

Der Lausitzbeauftragte der Brandenburger Landesregierung, Klaus Freytag, hat die Ergebnisse der Jahrestagung der EU-Kohleplattform positiv bewertet. Er habe Aufbruchstimmung gespürt, sagte Freytag am Dienstag. Mehr als 20 von 41 Kohlegebieten Europas hätten an der Jahrestagung in Görlitz teilgenommen. Auf der Tagung unterzeichneten 14 Regionen eine «Görlitzer Erklärung». Darin fordern sie von der neuen EU-Kommission eine aktive Unterstützung bei der Strukturentwicklung und dem Umbau der Reviere.

Lausitz-Beauftragter Klaus Freytag

© dpa

Klaus Freytag, Lausitz-Beauftragter des Ministerpräsidenten von Brandenburg, vor der Kamera.

«Wir wollen sichtbar in Brüssel werden», sagte Freytag über das Papier. Gemeinsam mit den Kohleregionen in Polen und Tschechien wolle Brandenburg bei der EU um Mittel für Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien und Rekultivierung der Tagebaulandschaften werben. Die Zusammenarbeit sei eine «kleine Pflanze, die noch wächst», sagte Freytag.
Nach dem Tagungsauftakt in Görlitz besuchten Vertreter der Kohleregionen am Dienstag Projekte des Strukturwandels in der Lausitz, darunter in der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und am Kraftwerk Schwarze Pumpe bei Spremberg. Dort entsteht ein Mega-Projekt zur Stromspeicherung - die «Big-Battery Lausitz».
Die EU-Kohleplattform wurde vor zwei Jahren in Straßburg gegründet, um den Wissens- und Erfahrungsaustausch unter den Kohleregionen Europas zu fördern. Die Lausitz ist eine von derzeit 18 europäischen Pilotregionen der Kohleplattform.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. November 2019 17:50 Uhr

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