Amtsübergabe in den Ministerien: Kapitänsbinde für Stübgen

Amtsübergabe in den Ministerien: Kapitänsbinde für Stübgen

Finanzministerin Katrin Lange (SPD) bekam von ihrem Amtsvorgänger Christian Görke (Linke) eine analoge Rechenmaschine und Ex-Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) band seinem Nachfolger eine Kapitänsbinde um: Einen Tag nach der Vereidigung der neuen Landesregierung wurde am Donnerstag in den Brandenburger Ministerien die Amtsübergabe gefeiert. Die neuen Grünen-Minister Ursula Nonnemacher und Axel Vogel mussten sich im Sozial- beziehungsweise Agrarministerium selbst vorstellen. Denn ihre Vorgänger Susanne Karawanskij (Linke) und Jörg Vogelsänger (SPD) waren nach Auskunft der Pressestellen verhindert.

Landtag Brandenburg

© dpa

Dietmar Woidke (SPD)und Michael Stübgen (CDU, links), Innenminister von Brandenburg.

Schröter nutzte seine Verabschiedung für einen kritischen Rückblick. Bei seinem Amtsantritt vor fünf Jahren habe es für sein Haus im rot-roten Koalitionsvertrag nur «Verliererthemen» gegeben, zählte er auf: «So etwas wie Kreisgebietsreform oder weiterer Personalabbau bei der Polizei oder notwendige Erweiterung der Kapazitäten in der Erstaufnahme.» Dabei habe das Innenministerium viel geleistet, betonte Schröter. «Und wann immer es ein böses Thema mehr gab, ich wusste, wer es zugeteilt bekommt: Im Zweifel immer das MIK (Ministerium für Inneres und Kommunales).»
Stübgen nahm als passionierter Hochseesegler die Kapitänsbinde gerne an und nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Ansage an die versammelten Mitarbeiter. Als Skipper laute seine Ansage an eine neue Seemannschaft stets: «Das ist hier keine Demokratie - hier wird gemacht, was ich sage.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. November 2019 12:11 Uhr

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