In Brandenburg werden weiter Kriegsgefallene geborgen

In Brandenburg werden weiter Kriegsgefallene geborgen

In Brandenburg sind in diesem Jahr bislang 147 gefallene Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen worden. Das seien ungefähr so viele wie in den vergangenen Jahren, sagte der Landesgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Brandenburg, Oliver Breithaupt, am Freitag mit Blick auf den Volkstrauertag am Sonntag. Er gehe davon aus, dass bis Jahresende noch weitere Opfer von Kämpfen und Schlachten geborgen werden könnten. Bundesweit wird am Volkstrauertag (17. November) der Kriegstoten gedacht.

Bereits am Samstag gedenken Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke und der Vorsitzende des Volksbund-Landesverbands, Gunter Fritsch, gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In Kotzen (Havelland) will Liedtke am Ehrenmal für Gefallene des Ersten Weltkrieges einen Kranz niederlegen.
Die meisten Gebeine in Brandenburg werden dem Volksbund zufolge im Oderbruch und in der Region um Halbe (Dahme-Spreewald) gefunden. Insgesamt gebe es im Land noch mehr nicht geborgene Kriegstote als in anderen Bundesländern, sagte Breithaupt. Dies sei zum einen auf die letzten schweren Kämpfe im Zweiten Weltkrieg um Berlin zurückzuführen. Zum anderen habe es in der DDR kaum die Möglichkeit gegeben, Gefallene systematisch zu bergen, während in Westdeutschland die Kriegsgräberfürsorge gesetzlich geregelt gewesen sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. November 2019 14:01 Uhr

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