Bischof: Erinnerung an friedliche Revolution nachdenklicher

Bischof: Erinnerung an friedliche Revolution nachdenklicher

Die Erinnerung an die friedliche Revolution vor 30 Jahren fällt nach den Worten des evangelischen Bischofs von Berlin und Brandenburg, Markus Dröge, in diesem Jahr nachdenklicher als vor fünf Jahren aus. Der Anschlag auf die Synagoge in Halle habe alle aufschrecken lassen, sagte Dröge am Samstag in seiner Ansprache zum 30. Jahrestag des Mauerfalls in der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße.

Markus Dröge

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Markus Dröge, evangelischer Bischof von Berlin und Brandenburg.

Zudem seien die gesellschaftlichen Diskussionen schärfer geworden. Auch werde in diesem Jahr deutlicher formuliert, welch radikale Umbrüche die Menschen in Ostdeutschland in Beruf und Alltag nach 1989 erlebt hätten. Dennoch müsse man dankbar sein, dass die Jahre 1988 und 1989 friedlich geblieben seien.
«Wir wissen heute viel genauer um die bedrohlichen Situationen rund um die Friedensgebete und Demonstrationen im Herbst 1989», sagte der Landesbischof. Die Haltung der in der Kirche organisierten Opposition habe die DDR-Staatsmacht überrascht. «Mit allem haben wir gerechnet, nun nicht mit Kerzen und Gebeten», zitierte Dröge Äußerungen eines damaligen DDR-Vertreters über die friedliche Revolution.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 9. November 2019 12:12 Uhr

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