Schleuse arbeitet: Wasserweg Berlin-Seenplatte wieder frei

Schleuse arbeitet: Wasserweg Berlin-Seenplatte wieder frei

Der direkte Wasserweg zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte ist nach einem Jahr Sperrung wieder frei. «Die Schleuse Zaaren an der Oberen-Havel-Wasserstraße arbeitet seit dem Vormittag», sagte Sebastian Dosch vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde am Donnerstag. Als Erste seien fünf Sportboote durchgeschleust worden, die seit Mittwochabend vor der Schleuse bei Templin gewartet hatten. Ihnen folgte das Fahrgastschiff «Rheinsberg».

Schleuse Zaaren

© dpa

Die Baustelle der Schleuse Zaaren.

Damit haben Freizeitschiffer, Charterunternehmen und andere Anbieter von Schifffahrten nun wieder die Chance, zwischen Schwerin, Waren an der Müritz, Fürstenberg, Zehdenick und Berlin durchgängig unterwegs zu sein - zumindest bis Dezember.
Die Branche hatte seit Monaten auf die Fertigstellung der Schleuse gewartet, die seit April mehrfach verschoben worden war. Grund waren immer neue Baumängel und -probleme bei der Erneuerung der Schleusenhäupter. Viele Unternehmen wollen zudem ihre Schiffe zu ihren Winterliegeplätzen und Werften bringen. Das muss auch schnell gehen.
Denn in Oranienburg ist erneut eine Kriegsbombe an der Havel entdeckt worden. Die Stelle in einer Kleingartenanlage befindet sich genau dort, wo schon im Juli zwei Weltkriegsbomben entschärft werden mussten. Nun will die Stadt Oranienburg den Oder-Havel-Kanal und die Havel ab 11. November wieder sperren - bis zur Entschärfung.
Die Zaarener Schleuse liegt etwa 90 Kilometer südöstlich von der Müritz in der Uckermark. Jetzt wird das erneuerte Bauwerk zunächst per Hand betrieben. Ab Dezember bis Frühsommer 2020 soll die Automatiksteuerung dann eingebaut sein und funktionieren. Die Wassertourismusfirmen vor allem in Berlin und Brandenburg rechnen für 2019 mit Schäden in Millionenhöhe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. November 2019 13:34 Uhr

Weitere Meldungen