Potsdam nun Unesco-Filmstadt

Potsdam nun Unesco-Filmstadt

Potsdam ist als Filmstadt ins Unesco-Netzwerk der kreativen Städte aufgenommen worden. Die Organisation mit Sitz in Paris bestimmte 66 Städte als Neumitglieder, darunter aus Deutschland noch Karlsruhe als Stadt der Medienkunst, wie aus einer Mitteilung der Unesco hervorgeht. Weitere Kategorien sind Kunsthandwerk, Design und Literatur.

Potsdam nun Unesco-Filmstadt

© dpa

Eine Filmklappe vor dem Eingang der Filmstudios in Potsdam Babelsberg.

«Potsdam ist die Wiege des Films. Der hier entstandene Film «Metropolis» gehört bereits zum Unesco-Welterbe», sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) in einer Mitteilung am Donnerstag. Über den Titel Filmstadt freuen sich neben Potsdam auch das indische Mumbai, Valladolid in Spanien sowie Wellington in Neuseeland.
In Potsdam befindet sich das Filmstudio Babelsberg mit einer über 100-jährigen Tradition, wo in der jüngeren Vergangenheit auch Hollywood-Blockbuster entstanden. An der Bewerbung waren neben der Stadt die Filmuniversität Konrad Wolf, das Medienboard Berlin-Brandenburg und der Filmpark Babelsberg beteiligt.
Im August ist bereits der Grundstein für ein neues Depot des Filmparks Babelsberg gelegt worden. Im kommenden Frühjahr soll Baubeginn für ein neues Archiv sein. Es soll dann künftig mehr als eine Million Exponate des Filmmuseums beherbergen. Zudem soll es eine Veranstaltungsreihe zum Thema «125 Jahre Kino» geben, daneben wird die Dauerausstellung des Filmmuseums zu «100 Jahre Film in Potsdam» aktualisiert.
Das 2004 gegründete Unesco-Netzwerk umfasst mit den beschlossenen Neuaufnahmen 246 Städte in der ganzen Welt. Die Mitglieder verpflichten sich, Kultur ins Zentrum ihrer Entwicklungsstrategien zu stellen und Erfahrungen auszutauschen. Aus Deutschland sind bereits Hannover (Musik), Heidelberg (Literatur), Mannheim (Musik) und Berlin (Design) beteiligt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 14:16 Uhr

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