CDU-Landeschef dringt auf Geschlossenheit in der Union

CDU-Landeschef dringt auf Geschlossenheit in der Union

Der kommissarische Landesvorsitzende der Brandenburger CDU, Michael Stübgen, hat die Äußerungen zur Personaldebatte in der Union kritisiert. «Ich halte überhaupt nichts davon, persönliche Differenzen öffentlich auszutragen», sagte Stübgen, der auch Parlamentarischer Agrarstaatssekretär ist, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Das schadet am Ende allen. Jeder in der Partei wäre daher gut beraten, davon abzulassen.» Der CDU-Landeschef forderte, die Inhalte in den Mittelpunkt zu stellen. «Wem es ums Land, um die Menschen und um die Partei geht, sollte sich darauf konzentrieren, seine Aufgaben zu erfüllen.»

Michael Stübgen

© dpa

Michael Stübgen spricht bei einer Pressekonferenz.

Die Schlappe der CDU bei der Landtagswahl in Thüringen hatte den Machtkampf in der Partei neu entfacht. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz hatte im ZDF gesagt, das gesamte Erscheinungsbild der schwarz-roten Bundesregierung sei «grottenschlecht». Im Mittelpunkt der Kritik stehe für ihn ganz überwiegend Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand der Unionsfraktion, Christian von Stetten (CDU), kritisierte in der «Rheinischen Post» die Parteiführung und das Kanzleramt. Eine Kanzlerkandidatin oder ein Kanzlerkandidat der Union steht bisher noch nicht fest.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 06:24 Uhr

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