Fähre in den Westen: Weg der Niedersachsen aus Mecklenburg

Fähre in den Westen: Weg der Niedersachsen aus Mecklenburg

Acht Gemeinden am östlichen Elbufer mit 6100 Einwohnern sind nach dem Mauerfall geschlossen von Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen gewechselt. Sie bilden seit 1993 das Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg. Es war der einzige Wechsel eines Gebiets aus der ehemaligen DDR in ein Bundesland der alten Bundesrepublik.

30 Jahre Mauerfall im Amt Neuhaus

© dpa

Ein Schild steht am Straßenrand, das über die Teilung Deutschlands informiert.

Heute leben 4760 Menschen im Amt Neuhaus. Der Abwärtstrend sei gestoppt, sagt Bürgermeisterin Grit Richter (parteilos). Junge Leute zögen zu oder kehrten zurück, die Anmeldelisten für Kita und Schule seien gut gefüllt. Niedersachsen hat seit 1993 Millionen in seinen Neuzugang investiert. Ein paar sanierte Plattenbauten erinnern an die DDR-Vergangenheit. Die Zahl der Arbeitslosen im Amt Neuhaus betrug 2018 im Schnitt 149.
Doch nicht alles ist gut: Die Neuhäuser fühlen sich vom restlichen Niedersachsen abgeschnitten. Einst wurde ihnen eine Brücke über die Elbe versprochen, doch die wurde bis heute nicht gebaut. Immerhin ist jetzt das Planfeststellungsverfahren wieder aufgenommen worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Oktober 2019 06:22 Uhr

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