Brandenburger Reaktionen auf die Thüringen-Wahl

Brandenburger Reaktionen auf die Thüringen-Wahl

Die Linke hat die Landtagswahl in Thüringen gewonnen Die AfD kommt Hochrechnungen zufolge auf Platz zwei, dahinter die CDU. SPD, Grüne und FDP folgen mit einstelligen Werten. Erste Reaktionen aus Brandenburg zum Abschneiden der thüringischen Parteien:

Gordon Hoffmann

© dpa

Gordon Hoffmann (CDU), spricht im Landtag.

CDU-Landesgeschäftsführer Gordon Hoffmann: «Die Erfahrungen der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen wiederholen sich in Thüringen. Die finale Zuspitzung im Wahlkampf hat dem Regierungschef auf der einen und der AfD auf der anderen Seite geholfen. ... Klar wird erneut, dass pauschales AfD-Bashing kein Rezept ist, es treibt der AfD zusätzlich Wähler in die Arme. Wichtig ist es, die Ursachen der Frustration zu beheben.»
Die Grünen-Landesvorsitzenden Petra Budke und Clemens Rostock: «Das ist natürlich kein zufriedenstellendes Ergebnis. (...) Im strukturell für uns schwierigen Thüringen hat es uns die Polarisierung schwer gemacht, unseren Anteil an der guten Regierungsarbeit erfolgreich darzustellen. Die Regierungsbildung wird nicht einfach. Insbesondere die Linke mit Bodo Ramelow ist jetzt gefordert, nach Mehrheiten jenseits der klassischen Farbkonstellationen zu suchen.»
Linke-Landesvorsitzende Anja Mayer: «Es ist das beste Ergebnis, das die Linke bisher bei Landtagswahlen überhaupt je erzielt hat. Es zeigt: Die Linke kann in Regierungsbeteiligungen überzeugen und sogar gewinnen. (...) Das Ergebnis ist ein klarer Regierungsauftrag für Bodo Ramelow und für die Linke. Diesen gilt es umzusetzen, wenn die konkreten Konstellationen feststehen - am Ende des Wahlabends.»
AfD-Landesvorsitzender Andreas Kalbitz: «Zum dritten Mal in diesem Jahr hat die AfD heute in Ostdeutschland ein unbestreitbar starkes Wahlergebnis eingefahren. (...) Das zeigt ganz deutlich: Die Menschen auch in Thüringen wünschen sich nun endlich die Vollendung der Wende. Ich gebe mich allerdings keiner Illusion hin: Auch in Erfurt wird die Koalition der Wahlverlierer der Altparteien alles tun, um eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Oktober 2019 20:36 Uhr

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