Trockenheit begünstigt Parasiten am Bergahorn

Trockenheit begünstigt Parasiten am Bergahorn

Trockenheit und Hitze begünstigen in Brandenburg seit einiger Zeit das Auftreten der Rußrindenkrankheit am Bergahorn. Dabei handelt es sich um einen Pilzparasiten. Im schlimmsten Fall sterben Bäume ab, sagte Bianka Zimmer vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Frankfurt (Oder).

Bei starkem Befall ist die Rinde der Bäume mit einer schwarzen, rußartigen Schicht von Pilzsporen überzogen. Geschwächte Menschen könnten nach intensivem Kontakt mit dem erkrankten Holz durch das Einatmen der Sporen unter allergischen Reaktionen leiden, hieß es.
Seit dem ersten Nachweis 2016 der Rußrindenkrankheit in Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzamt Berlin in Berlin sind nach den Angaben in Buckow an der Grenze zu Großziethen durch Laborproben drei positive Fälle erfasst worden. Bei einem in Letschin (Märkisch-Oderland) ermittelten Befall waren 50 Bäume betroffen.
Bergahorn ist in Brandenburg als Straßenbaum oder in Gärten nur in geringerem Umfang vertreten. Häufiger komme der Spitzahorn vor, der von der Rußrindenkrankheit aber nur selten befallen werde, sagte Zimmer. Bislang sei die Krankheit in Brandenburg von untergeordneter Bedeutung.
Das Landesamt will in den kommenden Jahren weiter den Befall von Bäumen erfassen. Geraten wird, befallene Bäume zu fällen. Schutzkleidung und Atemschutzmaske sollten getragen werden. Für die Aktionen sollten windstille und feuchte Tage genutzt werden, um das Aufwirbeln und Einatmen der Sporenmassen zu verhindern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Oktober 2019 10:09 Uhr

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