Ex-Landesbeschäftigte wegen Veruntreuung angeklagt

Ex-Landesbeschäftigte wegen Veruntreuung angeklagt

Ab Mittwoch müssen sich fünf ehemalige Mitarbeiter der Brandenburgischen Boden Gesellschaft (BBG) wegen Untreue vor dem Landgericht Potsdam verantworten. Drei ehemalige Geschäftsführer, eine Prokuristin und eine Sachbearbeiterin sollen zwischen 2008 und 2009 zwei Grundstücke zu einem niedrigeren Preis als dem Verkehrswert verkauft haben. Damit haben sie laut Gutachten dem Land Brandenburg einen Schaden von rund drei Millionen Euro zugefügt.

Die BBG war nach Angaben eines Gerichtssprechers dazu verpflichtet, die ehemaligen Militärflächen für das Land Brandenburg zu verwalten und zu verwerten. Dabei ging es unter anderem um eine landeseigene Fläche von 70 Hektar auf dem ehemaligen Flugplatz Oranienburg. Laut Anklage verkaufte die BBG im November 2009 diese Fläche an eine Firma, an der auch der damalige BBG-Geschäftsführer beteiligt gewesen sein soll - für 205 000 Euro. Der tatsächliche Wert, von dem die Angeklagten gewusst haben sollen, betrug laut Gutachten jedoch fast drei Millionen Euro.
Bereits im Jahr 2008 sollen zwei der fünf Angeklagten die landeseigene Liegenschaft «Pieskower Chaussee» in Bad Saarow unter Wert verkauft haben. Laut verschiedener Medienberichte hatten Gutachter jahrelang über die Schadenshöhe gestritten, weswegen es erst etwa zehn Jahre nach den Vorfällen zum Prozess kommt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 21. Oktober 2019 08:46 Uhr

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