Lausitzer Wirtschaft will Nachbesserungen bei Strukturhilfe

Lausitzer Wirtschaft will Nachbesserungen bei Strukturhilfe

Wirtschaftsvertreter aus der Lausitz haben Nachbesserungen beim geplanten Gesetz zu Strukturhilfen gefordert. Der Bund habe mit dem Gesetz die Chance, wichtige Anreize für Unternehmen in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen zu schaffen. Das seien etwa Steuererleichterungen auf Investitionen, erklärte der Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL), Klaus Aha, am Mittwoch in Berlin vor dem Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie. Für die Lausitzer Energiewirtschaft sei das wichtig, um gegenüber anderen europäischen Ländern künftig wettbewerbsfähig zu sein. Seiner Ansicht nach muss der Bund beim Wandel in der Energiewirtschaft Rahmenbedingungen für mehr Wachstum und Strukturförderung schaffen.

Aha wies vor dem Ausschuss auch auf die Bedeutung der Eisenbahninfrastruktur hin. «Neben der wirtschaftlichen Entwicklungskomponente für die Region ist die Erschließung von Arbeitsplätzen in den Zentren Berlin und Dresden durch einen schnellen Ausbau der Eisenbahnverbindungen ein wichtiger Baustein, um Wohnstandorte mit Arbeitsplatzangeboten zu verknüpfen.» Vor allem für junge Familien mit Kindern sei das eine Option, um sich in Zukunft in der Lausitz niederzulassen, erklärte der Wirtschaftsvertreter.
Für den Strukturwandel in der Lausitz, im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier sollen über die nächsten zwei Jahrzehnte insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro vom Bund in die Länder fließen. Das Geld soll aufgeteilt werden: Brandenburg soll 25,8 Prozent der Mittel erhalten, Nordrhein-Westfalen 37 Prozent, Sachsen 25,2 Prozent und Sachsen-Anhalt 12 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Oktober 2019 17:43 Uhr

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