Filmmuseum erwirbt Tonfilmmuseum von Ulrich Illing

Filmmuseum erwirbt Tonfilmmuseum von Ulrich Illing

Das Potsdamer Filmmuseum hat das Tonfilmmuseum des verstorbenen «Tonmeisters von Babelsberg», Ulrich Illing, erworben. Die Sammlung mit rund 40 Apparaten der Tonfilmgeschichte wie Grammophon, Phonograph, Edison-Walzen und Lichttonprojektoren sowie einer Vielzahl kleinerer Exponate solle der Öffentlichkeit nach dem Bau eines neuen Depots auf dem Gelände des Studio Babelsberg wieder zugänglich gemacht werden, teilte das Filmmuseum am Montag mit. Die Eröffnung des neuen Depots ist im Jahr 2022 geplant.

Der ehemalige Tonigenieur Illing hält ein Mikrofon in der Hand

© dpa

Der ehemalige Tonigenieur Illing hält ein Mikrofon in der Hand.

Illing hatte 1970 als Wartungsingenieur bei der Defa in Babelsberg angefangen und später in der Forschungsabteilung gearbeitet. Als Abteilungsleiter Tontechnik gestaltete er nach der Wende den Wandel der Defa zum Studio Babelsberg mit. Im Jahr 2010 hatte Illing damit begonnen, auf dem Studio-Gelände ein Museum zur Tontechnik einzurichten. Illing war Ende vergangenen Jahres im Alter von 73 Jahren gestorben.
Ein Teil der Sammlung soll künftig in einem neuen Schaudepot des Filmmuseums zu sehen sein. Dies unterstützt das Wirtschaftsministerium mit Lottomitteln in Höhe von knapp 7700 Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. Oktober 2019 14:50 Uhr

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