Potsdam übernimmt Koordination der «Städte Sicherer Häfen»

Potsdam übernimmt Koordination der «Städte Sicherer Häfen»

Potsdam koordiniert künftig das bundesweite Bündnis «Städte Sicherer Häfen». Das vereinbarten die Vertreter von 26 Städten bei ihrem ersten Arbeitstreffen in Rottenburg am Neckar, wie die Potsdamer Verwaltung am Montag mitteilte. Insgesamt 100 deutsche Städte und Gemeinden haben sich demnach seit dem vergangenen Jahr zu sicheren Häfen für Geflüchtete erklärt, die aus Seenot gerettet wurden.

Demo-Banner "Sichere Häfen Jetzt"

© dpa

Teilnehmer gehen mit einem Transparent mit der Aufschrift «Sicherer Hafen jetzt» über eine Mainbrücke.

«Wir, die Städte und Gemeinden Sichere Häfen, werden unsere Kräfte weiter bündeln, damit das Sterben im Mittelmeer endet und die aus Seenot geretteten Menschen bei uns aufgenommen werden», sagte Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). «Dass die Rettungsschiffe mit den aus Seenot geretteten Menschen teils wochenlang nicht in europäischen Häfen anlegen dürfen und ihnen das Recht auf ein geordnetes Asylverfahren verweigert wird, ist unmenschlich.»
In einer Resolution erklärten die Bündnis-Städte bei dem Arbeitstreffen erneut ihre Bereitschaft, aus dem Mittelmeer gerettete Geflüchtete zusätzlich aufzunehmen. Dafür fordern sie von der Bundesregierung jedoch finanzielle und organisatorische Unterstützung. Außerdem fordern sie die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für eine langfristige Lösung für die Aufnahme der geretteten Geflüchteten einzusetzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Oktober 2019 13:06 Uhr

Weitere Meldungen