Erlass zur Schleierfahndung: Bundespolizei berät Umsetzung

Erlass zur Schleierfahndung: Bundespolizei berät Umsetzung

Die Bundespolizei prüft die Ausweitung der Schleierfahndung an den Grenzen Ostdeutschlands. Ein entsprechender Erlass des Bundesinnenministeriums sei eingegangen, sagte ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums am Dienstag in Potsdam. Nun werde über die Umsetzung beraten. So müsse etwa geklärt werden, an welcher Landesgrenze oder an welchem Flughafen die Schwerpunkte der Kontrollen liegen sollen. Zusätzliches Personal dafür sei nicht geplant. «Klar ist, wir müssen das aus dem bestehenden Personal heraus stemmen». Auch Bereitschaftspolizei könne zur Unterstützung eingesetzt werden.

Grund für die Ausweitung sei die «Bekämpfung der Sekundärmigration in Europa», hatte das Bundesinnenministerium erklärt. Gemeint sind damit Migranten aus Nicht-EU-Ländern, die innerhalb Europas zum Beispiel nach Deutschland weiterreisen.
Schleierfahndungen sind Fahndungen der Polizei, die verdeckt stattfinden - ohne konkreten Anlass oder Verdacht. Sie brauchen allerdings eine Zielsetzung, etwa die Verhinderung unerlaubter Einreisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Oktober 2019 17:56 Uhr

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