Anwalt von Ex-NPD-Politiker Schneider will Freispruch

Anwalt von Ex-NPD-Politiker Schneider will Freispruch

Im Revisionsprozess gegen den früheren NPD-Politiker und mutmaßlichen Turnhallen-Brandstifter Maik Schneider will sein Anwalt Freispruch beantragen. Das kündigte Sven-Oliver Milke in einem Beitrag für die RBB-Sendung «Brandenburg aktuell» an, der am Montagabend gesendet werden sollte. In dem Verfahren vor dem Potsdamer Landgericht sei seinem Mandanten die Tat nicht eindeutig nachgewiesen worden, sagte der Strafverteidiger. Der Deutschen Presseagentur bestätigte Milke am Montag die Aussage im RBB. Zudem kündigte er an, im Fall einer Verurteilung seines Mandaten Revision beim Bundesgerichtshof zu beantragen. Die Verteidigung mit einem zweiten Anwalt wollte am Dienstag noch ein weiteres Plädoyer halten.

Gegen Schneider wird am Mittwoch (13.00 Uhr) in dem Revisionsprozess das Urteil erwartet. Er soll im August 2015 eine Sporthalle in Nauen (Havelland) angezündet haben, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollten. Die Staatsanwaltschaft hat Ende vergangener Woche acht Jahre und drei Monate Haft gefordert.
Bei einem ersten Prozess vor rund zwei Jahren war Schneider wegen des Brandanschlags und weiterer Delikte mit rechtsextremem Hintergrund zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Damals hatte er die Brandstiftung gestanden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch wegen der Befangenheit eines Schöffen auf. Seit Oktober läuft gegen Schneider nun der Revisionsprozess. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. September 2019 19:32 Uhr

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