Unternehmensverbände für Digitalminister: Landesregierung

Unternehmensverbände für Digitalminister: Landesregierung

Die Brandenburger Wirtschaft erwartet von der künftigen Landesregierung, spürbar Bürokratie abzubauen. Mit Sorge werde gesehen, dass die möglichen Koalitionspartner das Vergabegesetz noch komplizierter machen und zusätzliche Kriterien einführen wollen, sagte Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) am Donnerstag in Potsdam. Das schade am Ende dem Mittelstand, weil sich dann immer weniger Firmen um Aufträge der öffentlichen Hand bewerben würden.

Christian Amsinck

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Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Foto: Rainer Jensen/Archivbild

Amsinck sprach sich für einen Digitalminister im neuen Kabinett aus, der sich um entsprechende Projekte in allen Ressorts kümmern könnte. Wichtigstes Thema ist aus Sicht des Verbandes die Versorgung im Land mit Breitband-Internet. Beim Ausbau könnten die Kosten um 80 Prozent gedrückt werden, wenn Glasfaserkabel auf Masten statt wie bislang unterirdisch verlegt würden.
Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, betonte, dass keine Region chancenlos sei. Die Politik müsse aber eine aktivere Rolle als bislang spielen. In der Studie «Räumliche Entwicklung in Brandenburg: Trends und politische Optionen» hatten Forscher dem Land insgesamt eine positive wirtschaftliche Entwicklung bescheinigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. September 2019 14:10 Uhr

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