Bergbaubehörden aus ganz Europa beraten in Cottbus

Bergbaubehörden aus ganz Europa beraten in Cottbus

Vertreter staatlicher Bergbaubehörden aus ganz Europa wollen am Donnerstag in Cottbus über die Zukunft der Branche beraten. Nach einer Konferenz, an der Experten aus zwölf Ländern teilnehmen, soll eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben werden. Das teilte die Brandenburger Staatskanzlei als Gastgeber mit. An dem Treffen nehmen Vertreter unter anderem aus Polen, Finnland, Irland, Großbritannien und Österreich teil. Es ist die 25. Beratung dieser Art. Mit dem «Memorandum of Understanding» wollen die Vertreter der verschiedenen Länder die große Bedeutung der Bergbau- und Steinbruchindustrie sowie des Umwelt- und Klimaschutzes unterstreichen.

Cottbuser Ostsee

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Der ehemaligen Braunkohletagebau Cottbus-Nord. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Der Bergbau müsse immer die Auswirkungen auf die Umwelt und die Anwohner berücksichtigen. Deshalb gebe es in allen Ländern umfassende Vorschriften zum Umweltschutz, hieß es vorab. Um die Gewinnung von Bodenschätzen nachhaltig abschließen zu können, müssten die genutzten Abraumgebiete unter höchsten Standards wieder nutzbar gemacht werden - etwa für die Rekultivierung.
Bis 2038 soll Deutschland schrittweise aus der klimaschädlichen Stromgewinnung aus Kohle aussteigen. Die Bundesregierung hatte kurz vor den Landtagswahlen im Osten Milliardenhilfen für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen beschlossen. Der Gesetzentwurf für den Strukturwandel beim Kohleausstieg soll an diesem Donnerstag im Bundestag in erster Lesung beraten werden. In der Lausitz hängen noch Tausende Jobs an der Kohle.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. September 2019 15:20 Uhr

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