Sichtung für Bundesamt in Brandenburg an der Havel beginnt

Sichtung für Bundesamt in Brandenburg an der Havel beginnt

Die Pläne der Bundesregierung, in Brandenburg an der Havel ein Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten anzusiedeln, nehmen Gestalt an. Ein Aufbaustab des Ministeriums von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) werde Anfang Oktober erste Objekte sichten, sagte ein Stadtsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Dann werde es etwa darum gehen, zu schauen, welche Gebäude wie genutzt werden können und ob es ausreichend Parkplätze gebe. Der Sprecher der Stadt sprach von bis zu 350 Arbeitsplätzen, die mit der Ansiedlung der Behörde entstehen würden. Sie soll Anfang 2021 errichtet werden.

Außenminister Heiko Maas

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Heiko Maas (SPD), Außenminister, spricht bei einer Pressekonferenz im Auswärtigen Amt. Foto: Arne Immanuel Bänsch

Unter anderem sei die überregionale Anbindung der Stadt für die Wahl durch das Außenministerium ausschlaggebend gewesen, sagte der Sprecher weiter. Zudem sei Brandenburg ein Hochschulstandort. Die Technische Hochschule Brandenburg wolle den Aufbau der Behörde unterstützen, indem sie beispielsweise die Studiengänge im IT-Bereich anpasst.
Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) hatte die Entscheidung der Bundesregierung am Montag als «Ritterschlag für die Stadt» bezeichnet. Erst Anfang September war das bundesweite Ausbildungszentrum des Technischen Hilfswerks in der Stadt eingeweiht worden. Dort sollen bis zu 2000 Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdis) im Jahr ausgebildet werden.
Mit der Standortwahl im Land Brandenburg will das Auswärtige Amt nach eigenen Angaben einen Beitrag zum Dezentralisierungsziel der Bundesregierung leisten. Die Kommission «Gleichwertige Lebensverhältnisse» der Bundesregierung hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, neue Bundesbehörden verstärkt in sogenannten strukturschwachen Regionen anzusiedeln.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. September 2019 16:10 Uhr

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