Städte und Gemeinden bei Berlin fordern Unterstützung

Städte und Gemeinden bei Berlin fordern Unterstützung

Potsdam (dpa/bb)- Städte und Gemeinden des Berliner Umlandes fordern mit Blick auf steigende Einwohnerzahlen vom Land mehr Unterstützung beim Ausbau der Infrastruktur, der Kitas und der Schulen. Die Nähe zu Berlin verursache in weiten Teilen «Wachstumsschmerzen», heißt es in einem am Montag veröffentlichten Positionspapier von über 20 Städten und Gemeinden. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Potsdam, Bernau, Königs Wusterhausen, Rangsdorf und Wandlitz.

Gleise

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Bahngleise nahe Briesen. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Die Berliner Umlandprobleme seien jahrelang nicht thematisiert worden, sagte der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Jens Graf. Das Umland sei aber die «Herzkranzregion» für Berlin, die jetzt zu verstopfen drohe. Insgesamt leben in den Städten und Gemeinden des auch als Speckgürtel bezeichneten Berliner Umlandes den Angaben zufolge fast eine Million Menschen. Manche Kommunen verzeichnen seit Jahren Rekordwachstumsraten. Deren Mittel müssten spürbar aufgestockt werden, um dem begegnen zu können, so Graf.
Der Zuzug sei Chance und Herausforderung zugleich, heißt es weiter in dem Positionspapier. Durch die steigenden Einwohnerzahlen gebe es massiven Erweiterungsbedarf bei Schulen und auch Kitas. Mit Blick auf den Schienenausbau fordern die Städte und Gemeinden eine durchgehende Ringverbindung der Umlandsgemeinden untereinander, etwa von Königs Wusterhausen nach Strausberg. Auch die Verbindungen nach Brandenburg müssten verbessert werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. September 2019 18:00 Uhr

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