Geoforschungszentrum: Jähn war einfach ein toller Typ

Geoforschungszentrum: Jähn war einfach ein toller Typ

Der verstorbene erste Deutsche im All, Sigmund Jähn, ist Wissenschaftlern des Potsdamer Geoforschungszentrums (GFZ) als beeindruckende Persönlichkeit im Gedächtnis geblieben. «Heute würde man sagen, er war einfach ein cooler Typ», sagte der Direktor des Departments Geodäsie am GFZ, Harald Schuh, am Montag laut Mitteilung. «Was ihn auszeichnete, waren sein Humor und seine Bodenständigkeit», sagte Reinhard Hüttl, Vorstandsvorsitzender des GFZ. Schon zu DDR-Zeiten habe sich Jähn für eine Zusammenarbeit zwischen Astronauten und Kosmonauten eingesetzt. Jähn war am Samstag im Alter von 82 Jahren gestorben.

Jähn habe das GFZ bei einer Ausstellung zur Geschichte der Forschung auf dem Telegrafenberg beraten, hieß es in der Mitteilung. Anlass war das 125-jährige Jubiläum des Instituts für Geodäsie, das sich unter anderem mit der Vermessung der Erde beschäftigt. Nach den Angaben hatte er am DDR-Zentralinstitut für Physik der Erde (ZIPE), dem Vorläufer des GFZ, seine Doktorarbeit angefertigt. Seinen Doktorhut - einen Pilotenhelm mit Doktorhut-Verzierungen - überließ er dann dem Forschungszentrum als Dauerleihgabe.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. September 2019 14:00 Uhr

Weitere Meldungen