Pädagogen-Verband fordert klare Regelung für Schülerstreiks

Pädagogen-Verband fordert klare Regelung für Schülerstreiks

Vor dem globalen Klimastreik am Freitag hat der Pädagogen-Verband in Brandenburg eine klare Haltung vom Bildungsministerium zum Thema Schule schwänzen gefordert. Die Politik lasse die Lehrer im Regen stehen, es gebe keine eindeutige Anweisung, «ob wir nun eher pädagogisch oder juristisch reagieren sollen», sagte Verbandspräsident Hartmut Stäker am Mittwoch.

Lehrerinnen und Lehrer seien hin- und hergerissen. «Diese Doppelzüngigkeit der Politik, auf der einen Seite das Engagement der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und sie zur Teilnahme an den Demonstrationen aufzufordern, andererseits jedoch den Schulen die Verantwortung aufzubürden, wie mit der Schulpflichtverletzung umzugehen ist, muss aufhören», erklärte Stäker.
Die Fridays-for-Future-Bewegung ruft am Freitag zum dritten globalen Klimastreik auf. Auch Erwachsene sollen an dem Tag für die Einhaltung der Vereinbarungen des Pariser Klimaabkommens demonstrieren. Die wöchentlichen Schulstreiks wurden im August 2018 von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg initiiert. Mittlerweile hat sich ihr Protest zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Der Klimastreik am Freitag soll der bisher größte seit Beginn der Bewegung werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 18. September 2019 12:40 Uhr

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