Fälle von Kindesmissbrauch gehen leicht zurück

Fälle von Kindesmissbrauch gehen leicht zurück

Die Zahl der Fälle von Kindeswohlgefährdung in Brandenburg sind im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Bei 2146 Kindern und Jugendlichen wurde eine Gefährdung festgestellt, rund acht Prozent weniger als noch 2017. Davon wurden 1138 als «akut» eingestuft - die Gefährdung war also eindeutig, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag berichtete. In 1008 Fällen konnte eine Gefährdung des Kindes nicht sicher ausgeschlossen werden - es lag eine «latente» Gefährdung vor. In weiteren 1934 geprüften Fällen stellten die Jugendämter keine Kindeswohlgefährdung fest, jedoch einen Unterstützungsbedarf für die Familie.

In rund drei Viertel der Fälle von Kindeswohlgefährdung ging es um Vernachlässigung. In jedem vierten Fall lag eine psychische Misshandlung vor, jedes Fünfte der betroffenen Kinder wurde körperlich misshandelt. In sechs Prozent der Fälle ging es um sexuelle Gewalt. Dabei konnten beim selben Kind mehrere Gefährdungsarten gleichzeitig gemeldet werden.
2017 meldete das Statistische Bundesamt noch 2327 Fälle von Kindeswohlgefährdung in Brandenburg, 2016 waren es 2384 Fälle. Deutschlandweit ist der Trend jedoch umgekehrt: Insgesamt gab es zehn Prozent mehr Fälle der Kindeswohlgefährdung als 2017.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. September 2019 12:00 Uhr

Weitere Meldungen