CDU-Abgeordneter Bommert will neuen Parteichef

CDU-Abgeordneter Bommert will neuen Parteichef

Der Brandenburger CDU-Landtagsabgeordnete Frank Bommert hat sich dafür ausgesprochen, einen neuen Parteichef zu suchen, der die CDU in die Sondierungsgespräche mit der SPD führen kann. Zur CDU-Vorstandssitzung am Montagabend forderte er Landesparteichef Ingo Senftleben erneut zum Rücktritt auf. Senftleben müsse persönliche Konsequenzen aus der herben Niederlage bei der Landtagswahl ziehen, bei der die CDU mit 15,6 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis eingefahren hatte. «Normalerweise müsste man sagen, bei so einem Ergebnis: "Ich trete zurück" und ich überlasse das Feld neuen Leuten», sagte Bommert.

Frank Bommert (CDU)

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Frank Bommert, CDU-Abgeordneter im Landtag von Brandenburg. Foto: Nestor Bachmann/Archivbild

Zunächst müsse ein anderer als Senftleben bestimmt werden, der die Sondierungsgespräche mit der SPD über eine Regierungskoalition führen solle, forderte Bommert. «Unser Vorsitzender hat vor der Wahl gesagt, er steht mit Herrn Woidke nicht zur Verfügung», meinte Bommert. «Deswegen müssen wir heute Abend jemanden suchen, der das übernimmt.» Senftleben hatte nach der Wahl seine Bereitschaft zu Sondierungsgesprächen mit der SPD erklärt.
Konservative Parteimitglieder wie Bommert werfen Senftleben einen Tabubruch vor, weil er vor dem Wahl eine Koalition mit der Linke nicht ausgeschlossen hatte. «Das war aus meiner Sicht der größte Fehler und hat uns auch entscheidend geschwächt», meinte Bommert. «Wir hatten letzte Woche eine Runde mit Unternehmern, die ganz klar gesagt haben: «Leute, wenn ihr da was mit der Linkspartei macht, seid ihr für uns nicht mehr wählbar.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. September 2019 19:00 Uhr

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