Meuthen: Nach Wahlen keine Machtverschiebung in der AfD

Meuthen: Nach Wahlen keine Machtverschiebung in der AfD

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen rechnet ungeachtet des guten Abschneidens seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg nicht mit einem Machtzuwachs für die Ost-Verbände im AfD-Vorstand. Auch eine stärkere Repräsentanz des rechtsnationalen «Flügels» sei nach der für Ende November geplanten Neuwahl des Bundesvorstandes nicht zu erwarten, sagte Meuthen am Montag in Berlin. Er betonte, da sei «für den Westen nichts Bedrohliches». Aktuell gehören dem Parteivorstand mit dem AfD-Landesvorsitzenden in Brandenburg, Andreas Kalbitz, und Frank Pasemann zwei «Flügel»-Leute an. Als ein möglicher Kandidat für die Nachfolge von Alexander Gauland an der Parteispitze wird der sächsische Bundestagsabgeordnete Tino Chrupalla gehandelt.

Mit Blick auf seine Vergangenheit sagte Kalbitz: «Ich hab keine rechtsextreme Biografie.» Man könne in seiner Vita maximal «Bezüge» finden. Gauland erklärte, die AfD sei eine «bürgerliche Partei». Auf die Frage, wann Kalbitz ihn und Meuthen über seine Aktivitäten in der Vergangenheit informiert habe, antwortete er: «Es ist nicht unsere Aufgabe, in irgendeiner Weise über Herrn Kalbitz zu richten.»
Die AfD ist in Sachsen und Brandenburg jetzt zweitstärkste Kraft. In Sachsen landete sie am Sonntag mit 27,5 Prozent hinter der CDU. In Brandenburg, wo die SPD trotz großer Verluste Nummer Eins blieb, erhielt die AfD 23,5 Prozent der Stimmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. September 2019 11:30 Uhr

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