Kretschmer rechnet mit längerer Phase der Regierungsbildung

Kretschmer rechnet mit längerer Phase der Regierungsbildung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) rechnet mit einer längeren Phase der Regierungsbildung in Sachsen. Vor einer Wahl sage man, mit wem man regieren möchte. Nach der Wahl müsse man mit dem Ergebnis umgehen, sagte Kretschmer am Montag in Berlin, nachdem sich die CDU-Gremien mit den Wahlen in Sachsen und Brandenburg befasst hatten.

CDU-Gremiensitzungen

© dpa

Michael Kretschmer, Landesvorsitzender der CDU und Ministerpräsident in Sachsen, kommt zu den CDU Gremiensitzungen. Foto: Michael Kappeler

Kretschmer hatte vor der Wahl deutlich gemacht, dass er mit den Grünen nicht regieren wolle. Da er auch keine Minderheitsregierung will, besteht nun noch die Möglichkeit einer Kenia-Koalition von CDU, SPD und Grünen. Kretschmer sagte jetzt, das werde eine Weile dauern.
Die CDU holte in Sachsen laut vorläufigem amtlichen Endergebnis 32,1 Prozent, ein neuer Tiefstand. Die AfD kam auf 27,5 Prozent, ihr bundesweit bestes Landtagswahlergebnis überhaupt. Damit löste sie Die Linke klar als zweitstärkste Kraft ab.
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte zum Wahlausgang in Sachsen: «Das ist der Wahlsieg von Michael Kretschmer und von den Freundinnen und Freunden vor Ort. Punkt.» Kretschmer seinerseits bedankte sich gleichwohl für die Wahlkampfunterstützung der Zentrale in Berlin. Ein solcher Wahlerfolg gehe nie auf das Konto einer Person allein. Das sei auch die CDU in Sachsen gewesen. Und auch Kramp-Karrenbauer habe ihn unterstützt.
Das Konzept des Zuhörens, Verstehens und Anpackens sei aufgegangen, sagte Kretschmer. Er warnte davor, der Wirtschaft eine zu hohe Abgabenlast aufzubürden. Man brauche die Unternehmen, um innovative Technologie zu entwickeln und Arbeitsplätze zu halten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. September 2019 15:30 Uhr

Weitere Meldungen