Berliner Politiker bewerten Landtagsergebnisse verschieden

Berliner Politiker bewerten Landtagsergebnisse verschieden

Freude, Enttäuschung, Zuversicht, Ratlosigkeit: Berliner Landespolitiker haben die Ergebnisse der Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen unterschiedlich bewertet.

CDU-Fraktionschef Burkard Dregger: «Rot-Rot ist in Brandenburg abgewählt. Es gibt eine klare Mehrheit für die Mitte jenseits von Linke und AfD. Wir können den Brandenburgern nur wünschen, dass ihnen ein rot-rot-grünes Regierungschaos wie bei uns in Berlin erspart bleibt.» In Sachsen habe die Union trotz Verlusten den klaren Regierungsauftrag erhalten. «Die Wähler wünschen Stabilität und Verlässlichkeit. Dafür steht die CDU.»
SPD-Fraktionschef Raed Saleh: «Brandenburg bleibt anständig. Das freut mich als direkter Nachbar sehr und macht Mut.» Und: «Dass die Rechtsextremen 80 Jahre nach Ausbruch des 2. Weltkriegs in Sachsen fast ein Drittel der Stimmen bekommen haben, ist eine Schande für Deutschland.»
AfD-Partei- und Fraktionschef Georg Pazderski: «Die AfD hat in Brandenburg und Sachsen hervorragende Ergebnisse eingefahren. Das zeigt: Die Wähler haben unsere Politik und unsere Wahlprogramme angenommen. Sie wollen, dass wir mehr Verantwortung übernehmen. Das ist ein wichtiges Aufbruchsignal für Deutschland und eine klare Absage an linke und grüne Ideologen. Wir werden bleiben und weiter wachsen.»
Linke-Vorsitzende Katina Schubert: «Wir sind enttäuscht über unser Ergebnis in Sachsen. Die Ursachen dafür müssen wir uns in den nächsten Tagen genau anschauen. Erfreulich ist, dass es wahrscheinlich für R2G reichen wird. Das wäre im Sinne der Zusammenarbeit von Brandenburg und Berlin begrüßenswert.» Das Linke-Ergebnis in Sachsen sei «bitter». «Für beide Länder gilt: Wir sind froh, dass die AfD nicht stärkste Kraft ist. Wir werden auch in Zukunft klare Kante gegen Rechts zeigen.»
Grünen-Landesvorsitzende Nina Stahr: «Immer mehr Menschen wünschen sich eine ökologische, soziale und weltoffene Politik. Das zeigen die starken grünen Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen. Es ist keine Zeit mehr für Ausreden und Aufschübe. Wir müssen handeln - und zwar jetzt. (...) Wir sind sehr besorgt über das weitere Erstarken rechter Kräfte. Aber die Mehrheit der Menschen hat ihr Kreuz bei demokratischen Parteien gemacht. Gerade jetzt ist es umso wichtiger, sich den antidemokratischen Kräften entgegen zu stellen und gemeinsam für eine offene und solidarische Gesellschaft einzustehen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 1. September 2019 20:10 Uhr

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