Fridays for Future-Aktivisten: Klimabeirat in Brandenburg

Fridays for Future-Aktivisten: Klimabeirat in Brandenburg

Vertreter der Bewegung Fridays for Future in Brandenburg fordern einen wissenschaftlichen Klimabeirat für die neue Landesregierung. Zudem solle das Land bis 2030 aus der Kohle aussteigen und bis 2035 «klimaneutral» sein, erklärten die Jugendlichen am Montag in Potsdam. «Die Klimaforschung ist eines der wissenschaftlichen Aushängeschilder Brandenburgs», sagte eine Aktivistin mit Blick auf das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Deutsche Geoforschungszentrum. Das Wissen der Forscher müsse genutzt werden, statt sich von den «Gefühlen der Lobbyisten leiten zu lassen».

Fridays for Future Brandenburg

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Sebastian Grieme (l-r), Lillian Branding, Josepha Albrecht und Filibert Heim, von Fridays for Future Brandenburg. Foto: Christoph Soeder

Für die Klimaneutralität soll den Jugendlichen zufolge unter anderem der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden und keine neuen Massentierhaltungsanlagen genehmigt. Das Steuer- und Umlagesystem müsse konsequent auf Klimaschutz umgestellt werden, um die Wende zu finanzieren. Als Beispiele nannten die Jugendlichen die Abschaffung von Subventionen für fossile Energieträger sowie die Einführung eines CO2-Preises. Die Jugendlichen arbeiteten die Forderungen eigenen Angaben zufolge in Rücksprache mit Wissenschaftler der Brandenburger Institute aus.
Die Vertreter der Fridays for Future-Bewegung kündigten zudem einen Streik am Freitag vor der Landtagswahl (30.08.) in 16 Orten in Brandenburg an. Um «3 vor 12» sollen die Demonstrationen stattfinden. Weil noch nicht alle aus der Bewegung stimmberechtigt sind, sei es «so wichtig, unsere Stimme auf der Straße zu erheben, wenn wir es nicht bei der Wahl tun können», sagte einer der Vertreter. In Brandenburg sind Jugendliche ab 16 Jahren wahlberechtigt. Am 1. September wird ein neuer Landtag gewählt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 19. August 2019 17:00 Uhr

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