Senftenberger See: Wasserrutschen-Landschaft nicht genehmigt

Senftenberger See: Wasserrutschen-Landschaft nicht genehmigt

Nach der Sperrung einer Wasserrutschen-Landschaft am Senftenberger See aus Sicherheitsgründen ist bekannt geworden, dass die Nutzung der Anlage nicht genehmigt war. Das teilte der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit. Der Investor sei nur berechtigt gewesen, Betonelemente zur Befestigung der Wasserlandschaft anzubringen. Ein Sachverständiger des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) habe der Errichtung der Wasseranlage aus geotechnischer Sicht dann aber nicht zugestimmt.

Wegen drohender Gefahren unter Wasser hatte das Landesbergamt am Freitag einen etwa 150 Meter langen Strandbereich in Großkoschen (Oberspreewald-Lausitz) vorsorglich gesperrt. Dort hatte der Investor die aufblasbare Wasserlandschaft mit großen Rutschen errichtet.
Die Aufbauten waren mit Dutzenden Ankern im Boden des Strandes befestigt worden. Weil der Untergrund des Sees in einem ehemaligen Tagebau aber nicht ausreichend fest sei, könnten sich unter Wasser Wellen entwickeln, hatte das Landesbergamt mitgeteilt. Das sei besonders gefährlich für Kinder, die noch nicht schwimmen könnten. Sie würden möglicherweise unter Wasser gezogen.
Die Anlage war erst wenige Tage in Betrieb und erwies sich bereits als Besucherattraktion. Sie muss nun entfernt werden. Der Landkreis bemüht sich nach eigenen Angaben mit dem Betreiber und dem Landesbergamt um eine Lösung, damit der Strandabschnitt zeitnah wieder freigegeben werden kann. Weitere Strände des Senftenberger Sees sind nicht betroffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. August 2019 13:10 Uhr

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