Schwesig wirft AfD Spaltung von Gesellschaft vor

Schwesig wirft AfD Spaltung von Gesellschaft vor

Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig hat der AfD eine Teilung der Gesellschaft vorgeworfen und vor einer Protestwahl am 1. September gewarnt. «Die AfD will dieses Land spalten», sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern am Freitag in Potsdam. Sie trat bei einer Wahlkampfveranstaltung der Brandenburger SPD auf. «Die, die meinen, sie haben die eine Wahrheit gepachtet und sie sind das Volk und eigentlich jeden Tag nur Spaltung säen und Hetze machen, diejenigen tragen nicht zum Zusammenhalt bei.»

Manuela Schwesig

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Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Stefan Sauer

Brandenburgs Regierungschef und SPD-Landeschef Dietmar Woidke sieht in der Landtagswahl eine Richtungsentscheidung. «Es geht darum, ob wir hier weiterhin ein weltoffenes, humanistisches Land sind, in dem die Menschen friedlich zusammenleben oder ob wir als Land einen Stempel auf die Stirn kriegen und dieser Zusammenhalt in Gefahr geraten kann», sagte der SPD-Spitzenkandidat. Es gehe auch um ein Signal. «Wir haben es hier mit Rechtsextremisten reinster Güte zu tun bei dieser Partei», warf Woidke der AfD vor.
Der rechtsnationale «Flügels» in der AfD, zu dem der Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz zählt, wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz als «Verdachtsfall» im Bereich des Rechtsextremismus eingestuft, nicht aber die gesamte Partei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. August 2019 20:40 Uhr

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