Weitere Landkreise schränken Entnahme von Wasser ein

Weitere Landkreise schränken Entnahme von Wasser ein

Wegen der Trockenheit haben Brandenburger Landkreise weitere Maßnahmen ergriffen, um die Wasserressourcen zu schonen. In den Kreisen Barnim und Uckermark ist es seit Freitag privaten Nutzern rund um die Uhr untersagt, Wasser aus Seen und Flüssen abzuschöpfen, wie das Umweltministerium am Freitag mitteilte. In der Uckermark gilt das Verbot zudem auch zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr für Landwirtschaftsunternehmen, Gärtnereien und Fischereien.

Rasensprenger

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Ein Rasensprenger verteilt Wasser über einer Rasenfläche in einem Garten. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Damit gibt es nach Angaben des Ministeriums inzwischen in Brandenburg sieben Landkreise, in denen die Entnahme von Wasser aus Gewässern eingeschränkt ist. Seit Juli sei es in Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und in Cottbus per allgemeiner Verfügung untersagt, sich unter anderem für die Bewässerung des eigenen Rasens und Gartens aus Seen und Flüssen zu bedienen, sagte der Leiter der Abteilung Wasser und Boden, Kurt Augustin.
In den Landkreisen Oberhavel und Märkisch-Oderland wurde zudem dazu aufgerufen, sparsam mit Wasser umzugehen - und zum Beispiel auch auf Brunnenwasser für die Bewässerung von Grünflächen zu verzichten. Appelliert wurde an Privatnutzer, Gewerbe, Landwirtschaft und Handel, wie Augustin berichtete.
Die Vorräte in den Wasserspeichern in der Lausitz haben sich zuletzt weiter geleert. Zur Stützung der Spree stehen noch rund 40 Millionen Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Sollte das Wetter so bleiben, würden die Reserven noch 40 bis 50 Tage reichen, sagte Augustin. Sowohl die Spree als auch die Schwarze Elster sowie alle anderen Fließgewässern Brandenburgs führten derzeit ein extremes Niedrigwasser.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. August 2019 17:00 Uhr

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