Regelung für längere Betreuungszeiten in Kitas startet

Regelung für längere Betreuungszeiten in Kitas startet

Längere Kita-Betreuung und mehr Fachkräfte: Mit 165 Millionen Euro des Bundes will Brandenburg Kitas attraktiver machen. Eine entsprechende Regelung, das sogenannte Gute-Kita-Gesetz, tritt an diesem Donnerstag in Kraft. Das Geld ist für die Zeit bis 2022 vorgesehen. Die längeren Betreuungszeiten kosten in diesem Jahr nach Angaben des Brandenburger Bildungsministeriums knapp neun Millionen Euro und 2020 rund 20,3 Millionen Euro. Das Gewinnen von mehr qualifizierten Fachkräften schlägt in diesem Jahr mit 1,3 Millionen Euro zu Buche, im kommenden Jahr dann mit rund drei Millionen. Hinzu kommt Beitragsfreiheit für geringverdienende Eltern.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (beide SPD) hatten die Vereinbarung dazu im Mai unterzeichnet. Nach Angaben des Bildungsministeriums gibt es rund 185 000 Kinder in etwa 1900 Kindertagesstätten, davon seien bisher fast 25 000 Kinder beitragsfrei für das letzte Jahr vor der Einschulung. Künftig sollen es 43 000 Kinder zusätzlich sein - von Eltern mit niedrigem Einkommen. Die Beitragsfreiheit gilt für Eltern mit einem Haushaltseinkommen bis zu 20 000 Euro. Die Unterstützung macht bis 2022 insgesamt rund 18 Millionen Euro aus.
Der Städte- und Gemeindebund kritisierte, diese Ausweitung der Beitragsfreistellung werde zum Großteil von den Städten und Gemeinden bezahlt. Die Unterstützung koste nach einer eigenen Berechnung im Durchschnitt landesweit monatlich 25,92 Euro pro Kind. Das Land erstatte davon aus den Bundesmitteln aber nur 12,50 Euro, den Rest müssten die Kommunen aufbringen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 31. Juli 2019 16:40 Uhr

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