Ifo-Institut: Trübe Stimmung in ostdeutschen Unternehmen

Ifo-Institut: Trübe Stimmung in ostdeutschen Unternehmen

Die Stimmung bei den ostdeutschen Unternehmen hat sich im Juli weiter eingetrübt. Wie das Ifo-Institut in Dresden am Montag mitteilte, fiel der Geschäftsklimaindex für die gesamte regionale Wirtschaft von 101,5 auf 100,9 Punkte. Damit setzte sich der Abwärtstrend der zurückliegenden Monate fort. Demnach nahmen sich die befragten Unternehmer sowohl bei ihren Lageeinschätzungen als auch ihren Geschäftserwartungen leicht zurück. Die Entwicklung sei von einer spürbaren Stimmungsabkühlung im Großhandel verursacht worden, hieß es.

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Auf der Baustelle "Residenz am Zwinger" in Dresden (Sachsen) wird gearbeitet. Foto: Arno Burgi/Archiv

So korrigierten im ostdeutschen verarbeitenden Gewerbe die befragten Unternehmer die Einschätzung ihrer Lage deutlich nach unten. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate trübte sich leicht ein.
Im Handel verschlechterte sich vor allem bei den ostdeutschen Großhändlern die Stimmung deutlich. Die Einzelhändler hingegen senkten ihren Ausblick nur wenig und schätzten ihre Lage leicht verbessert ein.
Im ostdeutschen Bauhauptgewerbe stieg der Geschäftsklimaindex leicht. Die befragten Bauunternehmer waren mit den laufenden Geschäften zwar etwas weniger zufrieden. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate stiegen hingegen deutlich.
Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts gilt als eines der wichtigsten Konjunkturbarometer. Das Institut befragt jeden Monat rund 1700 Unternehmen in Ostdeutschland. Die Firmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Juli 2019 13:30 Uhr

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