Waldbrand bei Jüterbog gelöscht: Erfolg mit Hubschraubern

Waldbrand bei Jüterbog gelöscht: Erfolg mit Hubschraubern

Mehr als zwei Tage lang wütete erneut ein Großbrand auf einem ehemaligen Militärgelände nahe dem brandenburgischen Jüterbog. Nur mit Hubschraubern konnten die Flammen niedergekämpft werden.

Löschhubschrauber im Einsatz gegen Waldbrand bei Jüterbog

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Ein Löschhubschrauber ist bei einem Waldbrand auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Jüterbog im Einsatz. Foto: Monika Skolimowska

Jüterbog (dpa/bb) - Mit Hilfe von Löschhubschraubern ist der Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming am Wochenende gelöscht worden. «Wir haben keine Meldung mehr von dort, die Kameraden sind alle abgezogen», sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Brandenburg am Sonntag. Bereits am Samstagvormittag hatte eine Befahrung des Geländes ergeben, dass dort keine Flammen mehr loderten. Die Nachkontrolle werde nun von der Gemeinde übernommen, so der Sprecher.
Ermöglicht wurde der Erfolg nach Angaben der Feuerwehr durch den Einsatz von Löschhubschraubern der Landes- und Bundespolizei in dem munitionsbelasteten Gebiet. Die Hubschrauber seien im Wechsel geflogen und aus drei jeweils 25 000 Liter fassenden Tanks mit Löschwasser versorgt worden, schilderte der Sprecher über die Taktik der Brandbekämpfung.
Zwischenzeitlich hatten rund 100 Feuerwehrleute das Feuer, das bis zum Freitagabend auf einer Fläche von bis zu 130 Hektar brannte, von geräumten Brandschutzstreifen aus in Schach gehalten. Doch wegen der Munition auf dem einstigen Militärgelände konnte die Feuerwehr das Gebiet nicht betreten. «Man hat es zwischendurch immer wieder knallen hören, da ist wohl Einiges an Munition hochgegangen», berichtete der stellvertretende Bürgermeister von Jüterbog, Joachim Wasmansdorff. «Wir sind heilfroh, dass das erledigt ist.»
Innenstaatssekretärin Katrin Lange dankte den Einsatzkräften: «Unter schwierigsten Bedingungen bei extremer Hitze und oft ungünstigen Winden haben Feuerwehr und sonstige Einsatzkräfte bei der erfolgreichen Brandbekämpfung in den letzten Tagen erneut große Professionalität und hohe Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt.»
Erst im Juni hatte es an anderer Stelle auf dem Areal des Truppenübungsplatzes einen verheerenden Waldbrand gegeben. Erst nach einer Woche konnte er unter Kontrolle gebracht werden. Tagelang mussten noch Glutnester bekämpft werden. Es war bislang der größte Waldbrand in Brandenburg. Zeitweise brannten 744 Hektar Wald - eine Fläche größer als 1000 Fußballfelder.
Der ehemalige Truppenübungsplatz wurde bis 1992 militärisch genutzt. Alte Kampfmittel verrotten dort seit Jahrzehnten im Boden mit einer unberechenbaren Wirkung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 28. Juli 2019 12:00 Uhr

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