Hohenzollern-Prozess: Antrag zu Fortsetzung eingegangen

Hohenzollern-Prozess: Antrag zu Fortsetzung eingegangen

Beim Potsdamer Amtsgericht ist der Antrag des Landes zur Fortsetzung des Gerichtsverfahrens um Entschädigungsforderungen der Hohenzollern eingegangen. Das bestätigte Matthias Scharf, stellvertretender Gerichtssprecher, am Freitag auf Anfrage. Nun müssten die Anwälte der Hohenzollern dazu Stellung beziehen. Bis zum Beginn der Verhandlungen könne es noch Monate dauern.

Schloss Cecilienhof

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Das sanierte Schloss Cecilienhof. Foto: Christoph Soeder/Archivbild

Das Finanzministerium hatte am Mittwoch den Antrag bei Gericht eingereicht. Bei dem 2014 gestarteten und seit 2018 ruhenden Rechtsstreit geht es darum, ob den Hohenzollern eine Entschädigung rechtmäßig überhaupt zusteht. Nach Angaben des Ministeriums muss nun geklärt werden, ob die Hohenzollern dem Naziregime Vorschub geleistet haben.
Die Nachkommen des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. fordern derzeit die Rückgabe zahlreicher Kunstgegenstände, ein Wohnrecht im Schloss Cecilienhof oder zwei anderen Liegenschaften sowie 1,2 Millionen Euro Entschädigung vom Land Brandenburg.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Juli 2019 10:50 Uhr

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