Große Hitze in Brandenburg und erneut Waldbrände

Große Hitze in Brandenburg und erneut Waldbrände

Brandenburg hat am Donnerstag den zweiten Hitzetag in dieser Woche erlebt. Während die Brandenburger die Hitze einigermaßen zu vertragen schienen, gab es im Wald erste Brände - an bekannter Stelle.

Menschen spielen an Badestelle mit einem Ball

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Menschen spielen an einer Badestelle des Tiefen See mit einem Ball im Wasser. Foto: Gregor Fischer/Archivbild

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg sind die Temperaturen am Donnerstag weit über 30 Grad geklettert - mehr Notfalleinsätze gab es wegen der Hitze nicht, allerdings gleich mehrere Waldbrände.
«Es sind nicht mehr Einsätze gefahren worden als sonst», sagte ein Sprecher der Leitstelle Lausitz am Donnerstag mit Blick auf die Hitzeopfer. Rund 160 Mal rückten die Retter bis zum späten Nachmittag aus. Ähnliches berichteten auch die Leitstellen Brandenburg und Nordost.
Im Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam lief alles wie gewohnt: Wegen der Hitze habe es nicht mehr Patienten in der Notaufnahme und der Kinderrettungsstelle gegeben, sagte die stellvertretende Pressesprecherin des Klinikums Ernst von Bergmann, Theresa Decker.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für den Donnerstagabend vor einer starken Wärmebelastung. Die Wetterexperten erwarteten 31 Grad in der Uckermark und 37 Grad in der Elbe-Elter-Niederung. Am Freitag sollten die Temperaturen bei viel Sonnenschein zwischen 29 und 34 Grad liegen.
Die Feuerwehr hatte indes wieder mit mehreren Waldbränden zu kämpfen. In der Lieberoser Heide war am Mittwochabend zum zweiten Mal an dem Tag ein Feuer ausgebrochen. Wie der Waldbrandschutzbeauftragte des Bundeslandes, Raimund Engel, berichtete, waren die Flammen auf der 0,5 Hektar großen Fläche am Donnerstagnachmittag gelöscht. Unterstützung erhielten die Feuerwehrleute von einem Löschhubschrauber der Bundespolizei.
In den vergangenen Wochen hatte es auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz immer wieder gebrannt. Schwierigkeiten bereiten der Feuerwehr dort regelmäßig Munitionsreste im Boden.
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog (Teltow-Fläming) brach ebenfalls erneut ein Brand aus. Eine große Rauchwolke sei zu sehen, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle der Feuerwehr. Weil dort noch Kampfmittel im Boden liegen würden aus Sicherheitsgründen keine Feuerwehrleute zum Löschen in das Gebiet geschickt. Unklar war zunächst die Größe der betroffenen Fläche.
Im Juni wütete an anderer Stelle auf dem Areal ein verheerender Waldbrand, der erst nach einer Woche er unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zeitweise brannten 744 Hektar - eine Fläche, größer als 1000 Fußballfelder. Es war der größte Waldbrand in Brandenburg bislang.
Ruhig blieb es indes Raimund Engel zufolge im Wald bei Halbe. Dort hatte es am Dienstag und am Mittwoch binnen kurzer Zeit dreimal gebrannt. Den Angaben zufolge liegen im Boden bei Halbe Munitionsreste, die aus dem Jahr 1945 stammen. «Wenn in einer Region binnen 24 Stunden wiederholt Brände auftreten, kann Brandstiftung als Ursache nicht ausgeschlossen werden», sagte Engel.
In Brandenburg herrschte am Donnerstag an mehreren Orten höchste Waldbrandgefahr. Laut DWD lag sie in Lenzen in der Prignitz und an drei weiteren Orten im Süden und Osten Brandenburgs bei 5. Außer Zehdenick (Stufe 3) wurde an allen anderen Regionen die Gefahrenstufe 4 erreicht. Am Freitag und Samstag ist die Gefahr in Brandenburg ähnlich hoch - erst am Sonntag soll sie wieder zurückgehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 25. Juli 2019 19:00 Uhr

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