Seenotretter mit Potsdamer Max-Dortu-Preis geehrt

Seenotretter mit Potsdamer Max-Dortu-Preis geehrt

Die Stadt Potsdam hat die Besatzung des Seenotrettungsschiffs «Iuventa» mit dem Max-Dortu-Preis für gelebte Demokratie und Zivilcourage ausgezeichnet. «Die Crewmitglieder der «Iuventa» haben uns klar vor Augen geführt, was es bedeutet, wenn Staaten Hilfe für Menschen in Not verweigern», sagte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) am Montag bei der Feierstunde. «Jeder im Mittelmeer Ertrinkende, jede auf dem Weg nach Europa Sterbende lehrt und mahnt uns: Wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, dieser Situation mit geeigneten, menschenwürdigen Maßnahmen zu begegnen.»

Das Rettungsschiff «Iuventa» im Hafen

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Rettungsschiff «Iuventa». Foto: Elio Desiderio/ANSA/AP/Archivbild

Die Stadt hatte sich bereits im vergangenen Jahr zum «Sicheren Hafen» für Flüchtlinge erklärt. Mit sieben weiteren Städten verabschiedete die Landeshauptstadt im Juni die «Potsdamer Erklärung», in der die Kommunen die Bundesregierung aufforderten, sie bei der Aufnahme der Menschen zu unterstützen.
Nach Angaben der Stadt hatte die Crew der «Iuventa» in den Jahren 2016 bis 2017 bei 16 Einsätzen im Mittelmeer mehr als 14 000 Menschen vor dem Ertrinken gerettet. Das Schiff wurde im August 2017 von den italienischen Behörden beschlagnahmt.
Der Preis erinnert an den Potsdamer Freiheitskämpfer in der 1848er-Revolution, Max Dortu, der im Juli 1849 von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet worden war.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juli 2019 19:10 Uhr

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