Linke will Treuhand-Untersuchungsausschuss auch im Landtag

Linke will Treuhand-Untersuchungsausschuss auch im Landtag

Die Linke will die Arbeit der Treuhandanstalt nicht nur im Bundestag von einem Untersuchungsausschuss aufarbeiten lassen, sondern auch in Brandenburgs Landtag. «Frau Breuel hat völlig Recht, wenn sie von Fehlern der Treuhand spricht und eine Aufarbeitung fordert. Tausende Betriebe wurden auch in Brandenburg privatisiert und viele Wirtschaftszweige zerschlagen», teilte Brandenburgs Linken-Vorsitzende Anja Mayer am Sonntag als Reaktion auf ein Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» mit.

Die einstige Chefin der Treuhandanstalt, Birgit Breuel, hatte der Zeitung gesagt: «Natürlich haben wir Fehler gemacht. Das war sehr bitter.» Dennoch denke sie bis heute, dass der Weg, für den sich ganz Deutschland damals entschieden habe, grundsätzlich richtig gewesen sei. Nur über die Privatisierung seien Innovationen und Kapital in die Betriebe gekommen.
Linken-Landeschefin Mayer sagte: «Für viele Brandenburger bedeutete die Treuhand aber nicht nur den Verlust ihres Arbeitsplatzes, sondern es war auch die Abwicklung und gnadenlose Entwertung ihres bisherigen Lebens.» Ein U-Ausschuss im Landtag stehe im Wahlprogramm. «Es wäre auch eine Forderung von uns für Koalitionsverhandlungen», sagte Mayer mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September.
Die Treuhand spielte eine zentrale Rolle bei der Umwandlung der DDR-Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. Juli 2019 18:10 Uhr

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