Beschäftigte im Einzelhandel bekommen mehr Geld

Beschäftigte im Einzelhandel bekommen mehr Geld

Die Tarifbeschäftigten im Berliner und Brandenburger Einzelhandel bekommen mehr Geld. Ab September gibt es für Verkäuferinnen drei Prozent mehr Geld, höhere Entgeltgruppen erhalten als monatliche Erhöhung einen Festbetrag von 76 Euro. Im Juli nächsten Jahres steigen Löhne und Gehälter dann für alle um weitere 1,8 Prozent. Das sieht der Tarifabschluss vor, den die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi am Freitag schon in der ersten Verhandlungsrunde schlossen, wie beide Seiten mitteilten. Sie orientierten sich dabei am Pilotabschluss aus Nordrhein-Westfalen.

«Das ist eine faire und pragmatische Lösung», sagte Nils Busch-Petersen, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Verdi-Verhandlungsführerin Erika Ritter hob hervor, dass die unteren Einkommensgruppen besonders stark profitierten.
Deutlich erhöht werden die Ausbildungsvergütungen im Einzelhandel: Lehrlinge in Berlin bekommen bislang im ersten Lehrjahr 720 Euro im Monat, in Brandenburg 715 Euro. Künftig werden es in beiden Ländern 790 Euro sein. Der Tarifvertrag gilt zwei Jahre. Darunter fallen in Berlin 141 000 Beschäftigte, in Brandenburg 84 000.
Verdi war mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Geld in die Verhandlung gegangen. Nicht durchsetzen konnte die Gewerkschaft ihr Ziel, den Tarifvertrag gemeinsam mit den Arbeitgebern für allgemeinverbindlich zu erklären - so dass er auch für bislang nicht tarifgebundene Händler gilt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Juli 2019 18:10 Uhr

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