Von Kamelen lernen: Bei Hitze viel trinken - und chillen

Von Kamelen lernen: Bei Hitze viel trinken - und chillen

Wasser und Ruhe müssen sein. Dann fühlen sich Kamele auch in der märkischen Heide wohl. Die heißen Tage verbringen sie am liebsten leicht dösend - und wartend auf etwas mildere Temperaturen.

Zwei Babykamele

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Zwei Babykamele kuscheln auf der Weide des Kamelhofes in Nassenheide. Foto: Bernd Settnik

Nassenheide (dpa/bb) - Auch Kamelen macht die Hitze enorm zu schaffen: Auf dem Kamelhof im brandenburgischen Nassenheide (Oberhavel) ist bei den Wüstenbewohnern angesichts der tropischen Temperaturen vor allem Chillen angesagt. «Für die Tiere gibt es jetzt nur eines: ausreichend trinken und dann im Schatten liegen», sagt Gabi Heidecke, die mit ihrem Mann Jörg den Kamelhof führt.
In Gruppen liegen die Vierbeiner, die ursprünglich aus asiatischen Wüsten kommen, unter Bäumen oder an Hecken im märkischen Sand. «Eine Stute sucht den Schatten der anderen», sagt Heidecke. Jedes kühlende Plätzchen sei belegt. Derzeit gilt auch für die Tiere: keinen Schritt zuviel, keine unnötigen Bewegungen.
Temperaturen bis 25 Grad hielten sie aus, werde es wärmer, sei es für sie ungemütlich. «Glücklicherweise haben sie gerade ihr dickes Fell verloren und sind nahezu nackt», sagt Heidecke. «Da sind auf dem Körper deutlich die Schweißperlen zu sehen.»
Die kleine Herde auf dem Vierseithof in Nassenheide spielt eine wichtige Rolle bei Coachings und Seminaren. Die Vierbeiner strahlen besondere Ruhe aus.
Zur Herde gehören derzeit 14 Tiere. Gerade sind acht Kamelbabys geboren worden - das jüngste vor gut einer Woche, das älteste vor drei Monaten. Sie lernen jetzt von den Müttern, wie man die Hitzetage gut übersteht. «Sie werden noch gesäugt, gehen aber schon zu den Wasserstellen und trinken selbstständig», erzählt Heidecke. Zur Familie der Kamele gehören Trampeltiere, die zwei Höcker haben, sowie Dromedare mit nur einem Höcker.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 29. Juni 2019 10:00 Uhr

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