AfD-Landeschef Kalbitz rechnet mit mehr Offenheit der CDU

AfD-Landeschef Kalbitz rechnet mit mehr Offenheit der CDU

Der Brandenburger AfD-Landeschef Andreas Kalbitz geht davon aus, dass die CDU künftig offener für eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD wird. «Ich bin zuversichtlich: Der Ton der CDU wird sich ändern», sagte Kalbitz, der auch Beisitzer im AfD-Bundesvorstand ist, am Donnerstag auf Anfrage. «Nach einer pauschalen Verweigerungshaltung wird die Union dazu übergehen müssen, sachpolitische Kompromisse zu finden, wenn die CDU das demokratische Votum der Wähler wirklich ernst nimmt.»

Der stellvertretende CDU-Landtagsfraktionschef in Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas, hatte eine neue Debatte über den Umgang seiner Partei mit der AfD ausgelöst. «Wir sollten eine Koalition jedenfalls nicht ausschließen», sagte Thomas der «Mitteldeutschen Zeitung» (Donnerstag). «Stand jetzt ist sie nicht möglich - wir wissen aber nicht, wie die Lage in zwei oder fünf Jahren ist.»
In Brandenburg und Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt, in Thüringen am 27. Oktober und in Sachsen-Anhalt 2021. Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben will im Fall eines Erfolgs bei der Wahl mit allen Parteien Gespräche führen. In Brandenburg lag die AfD in der jüngsten Umfrage von Infratest dimap für den rbb mit 21 Prozent vorn vor der SPD sowie CDU und Grünen.
Der CDU-Bundesparteitag in Hamburg hatte im Dezember 2018 beschlossen: «Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab.» CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bekräftigte am Donnerstag die Position der CDU per Twitter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 20. Juni 2019 13:40 Uhr

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