Verdächtige in U-Haft: Spezialkräfte heben Drogenring aus

Verdächtige in U-Haft: Spezialkräfte heben Drogenring aus

Salat als Tarnung: Ein Lkw hat rund 250 Kilo Marihuana geladen, doch die Drogen sind zwischen Salatkisten versteckt. Sechs Verdächtige kommen in Untersuchungshaft.

Blaulicht

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Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Großwoltersdorf (dpa/bb) - Ermittlern aus Brandenburg ist nach eigenen Angaben erneut ein Schlag gegen einen internationalen Drogenring gelungen. Ein Spezialeinsatzkommando habe fünf Männer und eine Frau vorläufig festgenommen, Hunderte Kilo Drogen im Verkaufswert von rund 3,4 Millionen Euro seien sichergestellt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Mittwoch in Potsdam mit. Die Lieferung sei aus Spanien gekommen.
Erst Ende Mai hatte die Zollfahndung an der deutsch-polnischen Grenze mit 670 Kilogramm die größte Menge Heroin - als Türkischer Honig getarnt - entdeckt, die bisher auf einen Schlag in Deutschland gefunden wurde. Das wurde erst am Dienstag mitgeteilt.
Im neuen Fall haben Einsatzkräfte von Landeskriminalamt (LKA) und Zollfahndung am vergangenen Freitag nach ihren Angaben einen Lastwagen abgefangen, der rund 250 Kilogramm Marihuana zu einer Lagerhalle in Großwoltersdorf (Kreis Oberhavel) brachte. Die Drogen waren demnach gut getarnt: Sie seien unter rund 20 Tonnen Salat versteckt worden. Rund 100 Kräfte aus dem LKA, Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten waren bei dem Einsatz dabei.
Danach durchsuchten die Ermittler Wohn- und Lagerräume und fanden gleich noch mehr Drogen: 20 Kilogramm Amphetamin, 15 Kilo Ecstasy, zwei Kilo Haschisch, 100 Gramm Kokain, 64 Gramm Crystal sowie Streckmittel und Waagen. Die Beamten entdeckten außerdem Schusswaffen, eine Armbrust, Messer und Macheten. Das Amtsgericht Cottbus ordnete am vergangenen Samstag Untersuchungshaft für die sechs Verdächtigen im Alter zwischen 32 und 47 Jahren an.
Schon seit einem halben Jahr sei die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgiftkriminalität aus LKA und Zollfahndungsamt der Gruppe im Auftrag der Staatsanwaltschaft Cottbus auf der Spur gewesen, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Sie hätten die Lieferung nach Brandenburg bereits erwartet. Die Ermittlungen gegen die Gruppe dauerten noch. Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift von Brandenburg wurde 1997 gegründet. Sie richtet sich gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 19. Juni 2019 11:40 Uhr

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