Landtagspräsidentin: Aufstand war Durchbruch zur Freiheit

Landtagspräsidentin: Aufstand war Durchbruch zur Freiheit

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR war nach Ansicht von Brandenburgs Landtagspräsidentin Britta Stark ein Schlüsselereignis für die deutsche und europäische Geschichte. «Die revolutionäre Bewegung am 17. Juni 1953 war ein Durchbruch zur Freiheit», erklärte Stark am Montag. «Der Volksaufstand steht im Zusammenhang eines Freiheit suchenden Europas nach den Traumata der beiden Weltkriege.» Die zentrale Gedenkveranstaltung für Brandenburg war in Brandenburg an der Havel vorgesehen.

Britta Stark (SPD)

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Britta Stark (SPD), Präsidentin des Landtags, spricht bei einer Sitzung des Landtags von Brandenburg. Foto: B. Pedersen/dpa/Archiv

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) rief dazu auf, die Erinnerung an den Aufstand wachzuhalten. «Die Niederschlagung der Proteste durch die DDR-Führung und das sowjetische Militär war ein Offenbarungseid und ein Eingeständnis des Scheiterns ihrer Politik», sagte Woidke laut einer Mitteilung. «Demokratie und freie Wahlen sind das Herzstück eines guten Gemeinwesens.» Sie lebe von der Mitgestaltung durch die Menschen.
Vor 66 Jahren gingen in der DDR in rund 700 Orten Hunderttausende gegen die politisch und wirtschaftlich angespannte Lage auf die Straße. Aus spontanen Streiks wurde ein Aufstand mit Rufen nach Freiheit und Einheit. Panzer der Sowjetarmee schlugen den Protest blutig nieder. Auch in Brandenburg war es damals zu Protesten gekommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Juni 2019 12:31 Uhr

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