Morde in Rathenow: 15 Jahre Haft für 54-jährigen Angeklagten

Morde in Rathenow: 15 Jahre Haft für 54-jährigen Angeklagten

Wegen Mordes an zwei Menschen, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung ist ein 54-Jähriger am Freitag vor dem Landgericht Potsdam zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus wurde angeordnet. Außerdem ordnete das Gericht die Sicherungsverwahrung an. Der Mann hat nach Auffassung des Gerichtes zusammen mit einem Komplizen ein Paar getötet, um eine Vergewaltigung zu vertuschen.

Justitia

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Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/Archivbild

«Hier ist ein abscheuliches und grausames Tötungsverbrechen geschehen», sagte der Vorsitzende Richter, Theodor Horstkötter, bei der Urteilsverkündung. Der 30 Jahre alter Komplize des 54-Jährigen wurde vom Gericht wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt. Beide sind Deutsche, wie es auch die Opfer waren.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich die Männer im Januar 2018 Zutritt zu der Wohnung des 36-jährigen Opfers verschafft haben. Anschließend sollen sie die Frau und ihren zwei Jahre jüngeren Lebensgefährten gefesselt und misshandelt haben. Die Opfer wurden nach Überzeugung des Gerichtes zudem durch Messerstiche und Strangulierungen schwer verletzt. Sie starben an Rauchgasvergiftung, sagte Horstkötter. Um ihre Tat zu vertuschen, hätten die Angeklagten die Wohnung angezündet und die Schwerverletzten zurückgelassen.
Motiv für die grausame Tat war aus Sicht des Gerichtes, dass die Frau den 54-jährigen Angeklagten wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Der 34-jährige Bekannte sei getötet worden, weil er Zeuge geworden war.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. Juni 2019 12:40 Uhr

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