Bombenentschärfung in Oranienburg: 9500 Anwohner betroffen

Bombenentschärfung in Oranienburg: 9500 Anwohner betroffen

In Oranienburg sollen am Donnerstag zwei schwere Weltkriegsbomben entschärft werden. Für die Arbeiten auf einem Gewerbegrundstück unweit des Bahnhofs wird ab 8.00 Uhr ein Sperrkreis von rund 1000 Metern eingerichtet, der bis zur Entwarnung nicht betreten werden darf, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte. Etwa 9500 Anwohner müssten dann ihre Wohnungen verlassen. Betroffen seien auch ein Krankenhaus, ein Seniorenheim, der Bahnhof und mehrere Kitas, Schulen und ein Hort. Die Stadt rechnet mit einer Aufhebung des Sperrkreises gegen 17.00 Uhr.

Auch der Regionalbahn- und S-Bahn-Verkehr wird unterbrochen und Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, wie es weiter hieß.
Die Blindgänger, zwei 250-Kilogramm schwere Bomben amerikanischer Bauart mit intakten, chemischen Langzeitzündern, wurden vor zwei Jahren bei einer systematischen Kampfmittelsuche entdeckt. Könnten die Bomben nicht entschärft werden, sei eine Sprengung nicht ausgeschlossen, teilte die Stadt weiter mit. Es seien die Bomben Nummer 204 und 205, die seit der Wende in Oranienburg beseitigt werden müssten. Oranienburg gehört bundesweit zu den Städten, die besonders mit Weltkriegsmunition belastet sind.
Auch in Brandenburg/Havel sollte am Donnerstag Munition in einem Gewerbegebiet entfernt beziehungsweise gesprengt werden. Ab 8.00 Uhr soll ein Sperrkreis von 800 Metern errichtet werden, der sich teils über den Quenzsee zieht. Von der Evakuierung seien rund 70 Bewohner betroffen, wie die Stadt mitteilte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 12. Juni 2019 16:41 Uhr

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