ADFC fordert mehr Geld für Wegeausbau

ADFC fordert mehr Geld für Wegeausbau

Zum europaweiten Tag des Fahrrads hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) in Brandenburg einen besseren Radwegeausbau gefordert. Vor allem müsse das brandenburgische Straßengesetz überarbeitet werden, sagte ADFC-Landesverbandschef Stefan Overkamp der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Das Land baue ausschließlich Radwege an Bundes- und Landesstraßen. Brandenburg brauche aber einen eigenen Radwegeplan.

Auch sei die Radverkehrspolitik noch nicht aus einem Guss, sondern eher zerfasert, kritisierte Overkamp. Das führe etwa dazu, dass es keine landesweiten Daten über die Qualität der Radwege gebe. Auch deshalb sollten jährlich fünfzig Millionen Euro im Landeshaushalt für den Radverkehr bereitgestellt werden, forderte er. Zudem werde der Wettbewerb mit anderen Bundesländern stärker. Der Radtourismus als Wirtschaftsfaktor spiele eine immer stärkere Rolle.
Nach Angaben von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) soll der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen deutlich erhöht werden. In den Jahren 2015 bis 2018 seien insgesamt 33 Millionen Euro für Neubau und Erhalt von Radwegen ausgegeben worden, teilte Schneider mit. Seit 1995 wurden demnach allein an Bundes- und Landesstraßen 215 Millionen Euro in Radwege investiert. So konnten ihren Angaben zufolge rund 2000 Kilometer straßenbegleitende Radwege auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer auf Schul- und Arbeitswegen realisiert werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 3. Juni 2019 17:10 Uhr

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