Schinowsky: Innovationsprojekt an Kraftwerk unklar

Schinowsky: Innovationsprojekt an Kraftwerk unklar

Ob es im Kraftwerk Jänschwalde (Spree-Neiße) zum Einsatz einer neuartigen CO2-Einspartechnologie kommt, ist nach Ansicht der Grünen-Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky noch völlig unklar. Bis heute gebe es lediglich eine vage Prüfidee, erklärte sie am Donnerstag in einer Mitteilung. Das gehe aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor.

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

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Wasserdampf steigt aus Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG auf. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

Nach Angaben der Landesregierung erhält das Land durch die Empfehlung der Kohle-Kommission die Gelegenheit, an einem bestehenden Kraftwerksstandort zu zeigen, wie Kohlekraftwerke zu CO2-armen, energiewendetauglichen Speicherkraftwerken umgebaut werden könnten. Ein konkreter Standort stehe aber noch nicht fest.
Grundsätzlich stünden die Grünen einem Einspar-Kraftwerk offen gegenüber, sagte die energiepolitische Sprecherin der Fraktion. «Wir bemerken allerdings keinerlei Anstrengungen, das Projekt auch wirklich umzusetzen», sagte sie.
Im Abschlussbericht der Kohle-Kommission war den Angaben zufolge festgehalten worden, dass eine Reduzierung von 10 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen durch ein «Innovationsprojekt» erfolgen solle. Ein nachvollziehbarer Abschaltplan für das Kohlekraftwerk sei damit verhindert worden, sagte Schinowsky.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 30. Mai 2019 17:30 Uhr

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